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Nordholland ist bekannt für seine langen Strände, viel Ruhe und Natur und die meisten Sonnenstunden in den Niederlanden. Zugegeben: Bei unserem spätsommerlichen Kurztrip nach Sint Maartenszee hat sich die Sonne nicht allzu oft blicken lassen. Der stürmische Wind hat den Himmel über der brausenden Nordsee meistens mit Wolken bedeckt und Sonnenbaden war nicht drin.

Davon abgesehen, hat diese Region Hollands allerdings gehalten, was sie verspricht, und uns, auch in Corona-Zeiten, einen super Kurzurlaub beschert – mit entspannten Strandspaziergängen, gemütlichen Stadtbummeln und Drachensteigenlassen. Unsere Highlights zeigen wir euch hier.

Sint Maartenszee: Top-Urlaubsort für Hundebesitzer und Camping-Fans

Wir haben uns einen Bungalow in Sint Maartenszee gemietet, einem kleinen Dörfchen, das nur 80 dauerhafte Einwohner hat und sonst vom Tourismus lebt. Vom Meer ist es nur durch die Dünen getrennt. Dahinter reiht sich ein Bungalowpark an den nächsten. Auch Campingplätze für Zelte und / oder Campingbusse gibt es hier zuhauf.

Wir haben im Bungalowpark Het Wildrijk übernachtet, der nicht nur ganz nah bei den Dünen (5 Minuten Fußweg) liegt, sondern auch wunderbar grün, ruhig und noch dazu relativ preiswert ist. Gebucht haben wir über greatvakantiehuizen.nl (hier die deutsche Webseite), wo man sich richtig Mühe gegeben hat, den optimalen Bungalow für uns zu finden. (Wir hatten ein bisschen Hin- und Her-Geschiebe mit den Reisedaten, aber waren mit unserem Bungalow sehr zufrieden.)

In Sint Maartenszee gibt es zwei Supermärkte, eine Frittenbude und einen kleinen Souvenirshop. Das Highlight für Hundebesitzer ist die Hundefreilauffläche in Strandnähe, wo Hunde nach Lust und Laune rennen, schnüffeln und entdecken dürfen.

Aber auch für uns Menschen bieten die Dünen bei Sint Maartenszee eine fabelhafte Kulisse zum Spazierengehen, zwischen duftenden Pinienbäumen, wilden Galloway-Rindern und einem märchenhaften Wäldchen. Dieses heißt ebenfalls Het Wildrijk und liegt dich bei unserem gleichnamigen Bungalowpark.

Schmetterlin in Het Wildrijk

Mitten im Naturreservat Het Wildrijk

Sint Maartenszee Het Wildrijk

Herrlich zum Spazieren und Entspannen

Hier kann man ganz entspannt durch eine grüne Oase schlendern, auch wenn der Strand mal voll ist. Während unseres Aufenthalts ist das allerdings gar nicht vorgekommen. Und generell gelten die Strände in Nordholland als sehr entspannt. Es gibt immer mal wieder ein nettes Restaurant mit Meerblick, einen Strandimbiss oder eine Bar, aber Vergnügungsmeilen für Party-Fans sucht man hier vergebens.

Das macht Sint Maartenszee und Umgebung auch zum beliebten Ziel für Familien. Während der Ferien kann es also schon voll werden. Aber wer nicht gerade zur absoluten Familienreisezeit hierher kommt, kann sich über pure Entspannung an einem der ruhigsten und (nicht nur offiziell) saubersten Strände der Niederlande freuen.

Wir haben ihn sehr genossen und trotz 18 °C Lufttemperatur in der Nordsee gebadet. In your face, Nordseewind!

Übrigens: Wenn man doch Lust auf Action hat, gibt es den Attractiepark De Goudvis direkt im Ort mit riesigem Indoor-Spielbereich und Gastronomie für Groß und Klein.

Rund um Sint Maartenszee: Natur pur, soweit das Auge reicht

Wer Fahrradfahren oder Wandern liebt, ist hier an der richtigen Adresse. Nicht nur in Sint Maartenszee selbst, sondern auch bei den angrenzenden Orten findet man vielseitige Naturschutzgebiete mit breiten, asphaltierten oder sandigen, verschlungenen Wegen, je nach Fortbewegungsmittel.

Durch Sint Maartenszee verläuft das Wandergebiet Pettemerduinen. Dort läuft man Richtung Süden nur wenige Kilometer bis in den Ort Petten und Richtung Norden ein kleines Stück weiter bis nach Callantsoog.

Nördlich von Sint Maartenszee liegt auch Het Swanenwater, ein Naturschutzgebiet rund um den gleichnamigen See, wo man Schwänen bei ihren eleganten Wasserformationen zuschauen kann. Kurz gesagt: An diesem Stück holländischer Küste kommen Naturfreundinnen voll auf ihre Kosten!

Sint Maartenszee Dünenlandschaft

Dünenlandschaft bei Sint Maartenszee

Dünen Sint Maartenszee

Hallo Farbpracht!

Die nächsten Orte und Ausflugsziele: Petten, Callantsoog & Co

Petten ist ein ganz niedliches Dorf südlich von Sint Maartenszee, das man gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann. Der Strand ist relativ neu und wurde erst vor ein paar Jahren künstlich aufgeschüttet. Das tut seinem Charme aber keinen Abbruch.

Wir waren auch vor diesem Urlaub schon einmal in Petten und haben auf dem Campingplatz Corfwater (hier die Webseite) übernachtet. Dieser bietet auch ein Budget-Hotel, wo wir ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad à la Hostel hatten. Die Lage ist einmalig: direkt vor den Dünen mit Strandaufgang.

Wenn ihr Lust auf Shoppen habt, bietet sich Callantsoog an. Das beschauliche Örtchen liegt nördlich von Sint Maartenszee und ist in wenigen Autominuten zu erreichen.

Typisch holländische Hafenhäuser, schmucke Cafés, Kunsthandwerkläden, aber auch Supermärkte und ein direkter Strandzugang machen Callantsoog zum beliebten Touristenziel. Hier kann es deshalb, im Vergleich zu Sint Maartenszee, auch außerhalb der Hauptreisezeit etwas voller werden.

Strandaufgang Callantsoog

Der Aufgang zum Strand von Callantsoog …

Strand Callantsoog

… belohnt mit diesem herrlichen Blick über Strand und Meer.

Weiter nördlich kommen dann noch andere schöne Strandorte wie das beschauliche Julianadorp und die größere Stadt Den Helder, von der man super nach Texel übersetzen kann. Wir haben das während unseres Urlaubs zwar nicht gemacht, weil wir vor allem Ruhe und Natur gesucht haben.

Was wir uns aber nicht entgehen lassen wollten, war eine Fahrt über den Afsluitdijk nach Zurich am Ijsselmeer (hier geht’s zum ausführlichen Artikel über den Afsluitdijk). Von Sint Maartenszee sind das circa 50 Kilometer, die sich lohnen:

Der Ausblick auf das Ijsselmeer ist spektakulär! Auf der anderen Seite liegt die Nordsee, die man aber wegen der Dünen nicht sehen kann.

Ausblick Abschlussdeich

Ausblick bei der Fahrt über den Afsluitdijk

An grandiosen Aussichten hat es bei unserem Trip nicht gemangelt. Wenn dann noch die Poffertjes so lecker schmecken wie in Sint Maartenszee, kann man doch eigentlich nur sagen: Dank je well, Nederland!

Diesen inspirierenden Gastartikel hat Autorin Anna Keller für uns geschrieben. Vielen lieben Dank, Anna!
 

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