Wie befürchtet, vergeht die Zeit unseres Sabbaticals hier in Amsterdam viel zu schnell. Gerade noch haben wir von Tag 1 unseres Reiseblogger-Experiments berichtet, und plötzlich sind mal eben so vier weitere Tage vergangen. Dass die Tage nur so fliegen, liegt natürlich in erster Linie daran, dass wir die Zeit in unserer Lieblingsstadt wie immer maximal genießen. Abgesehen davon versuchen wir, jeden Tag ein anderes Amsterdamer Highlight in Form von Cafés, Kneipen, Restaurants, Events oder schönen Vierteln zu erkunden. Und dann ist da natürlich noch der eigentliche Grund, warum wir hier sind: das Bloggen über all diese Erfahrungen.

Gefühlt war es bisher fast jeden Tag so, dass wir morgens gegen 8 Uhr aufgestanden sind, ein kurzes Sportprogramm gemacht und anschließend gefrühstückt haben und dann bis zum frühen Abend mit kurzen Unterbrechungen recherchiert, Fotos und Videos bearbeitet und Artikel geschrieben haben. Ihr seht schon, langweilig wird uns hier nicht. Was wir seit letztem Sonntag alles erlebt und was wir für Holland² geschafft haben, lest ihr in diesem Artikel.

Spaziergang durch die Nachbarschaft: ankommen im Jordaan-Viertel

Zwar kennen wir das Viertel rund um unser Appartment schon ganz gut, aber ein Spaziergang am Sonntag zum „Ankommen“ musste natürlich trotzdem sein. Das Jordaan-Viertel ist einfach zu jeder Jahreszeit schön und besonders im Amsterdamer Sommer mit den vielen blühenden Stockrosen vor den Häusern, den grünen Bäumen entlang der Grachten und den vielen Cafés und Restaurants mit ihren Tischen auf den Bürgersteigen herrlich. Hier ein paar Fotos unseres Spaziergangs:

Gay Pride Flaggen Amsterdam Brücke

Straße Spaziergang Grachten Amsterdam

Spaziergang Grachten Amsterdam Jens

Portrait Stefanie Amsterdam rote Büsche

Cookies, Eis und Bier – alles für euch getestet

Dass so ein Spaziergang durchs Viertel hungrig und durstig macht, dürfte klar sein. Also haben wir diese Bedürfnisse mit dem Angenehmen und dem Praktischen verbunden und erstmal bei Stach Gebäck für später gekauft. Anschließend suchten wir die Eisdiele Monte Pelmo auf und holten uns notgedrungen ein paar Kugeln Eis (wir schreiben ja nur über das, was wir auch selbst probieren!). Erschöpft von alledem ließen wir den Tag in einer unserer Lieblingsbars, dem P96-Schiff an der Prinsengracht, bei einem Bier ausklingen.

Stach Amsterdam innen Jens

Gebäck-Shopping bei Stach auf der Haarlemmerstraat

Stach Amsterdam Florentiner

Stach weiß, wie Gebäck geht: Chocolate Cookie und Florentiner zum Niederknien

Monte Pelmo Eis Amsterdam Becher

Test bestanden: Lekker ijsje von Monte Pelmo

P96 Amsterdam Außengastronomie

Feierabend-Bier direkt an der Gracht? Möglich im Café P96 an der Prinsengracht.

Kostenlosen Parkplatz in Amsterdam gefunden

Da wir unser Auto ja wie berichtet im P+R ArenA abgestellt hatten, mussten wir uns nach spätestens 96 Stunden eine neue günstige Parkmöglichkeit suchen, denn länger darf man in keinem P+R in Amsterdam stehen. Also schwangen wir uns Dienstag wieder in die Metro Richtung Arena, bezahlten lächerliche 4 Euro für die gesamte Parkzeit von Samstag bis Dienstag und fuhren erstmal zu unserer Unterkunft, um das restliche Gepäck abzuladen. Anschließend gingen wir die Herausforderung an, irgendwo in Amsterdam einen kostenlosen Parkplatz zu finden.

Meine Vorab-Recherche hatte ergeben, dass man am nicht allzu weit entfernten Nordufer von Amsterdam gratis parken und danach mit der kostenlosen Fähre zurück ins Zentrum fahren kann. Und siehe da, tatsächlich fanden wir auf Anhieb einen Parkplatz in einem Wohngebiet, der auf uns einen sicheren Eindruck machte und absolut kostenlos ist. Drückt uns die Daumen, dass dieser Parkplatz wirklich so sicher ist, wie wir glauben 😉

Amsterdam Nord Parken Straße

Da wäre sogar fast noch Platz für ein zweites Auto 😀

Erfolg feiern auf Italienisch: mit Kaffee und Foccacia

Auf dem Weg zur Fähre, die uns aus Amsterdam Noord wieder zurück zum Bahnhof bringen sollte, legten wir eine Pause im Caffé al Ponte ein, das wir immer schon mal testen wollten. Auf den Glücksgriff mit dem Parkplatz gönnten wir uns erstmal doppelten Espresso und italienische Sandwiches. Das Ergebnis: Noch ein Laden, den wir empfehlen können.

Cafe al Ponte Amsterdam Jens

Wilde Kroketten im Industriehafen

Nach einem arbeitsreichen Mittwoch stand uns der Sinn nach typisch holländischem Essen und was wäre da besser geeignet als Kroketten? In unserem Fall mussten sie natürlich vegetarisch sein, weshalb wir uns mit dem Fahrrad zum Amsterdamer Industriehafen Houthavens aufmachten, um die leckeren und vor allem fantasievollen Kreationen des kürzlich eröffneten Restaurants Wilde Kroketten zu testen.

Als uns die nette Kellnerin fragte, ob wir die ganzen Fotos für Instagram machten, erzählten wir ihr von unserem Blog. Kurz darauf erschien Steven an unserem Tisch, der den Laden gemeinsam mit seinem Vater vor 5 Wochen eröffnet hat. Kurzerhand zeigte er uns die bald eröffnende zweite Etage des Restaurants und die Kroketten-Produktionsstätte und erklärte bereitwillig, wie er und sein Team dort täglich bis zu 200 Kroketten von Hand formen. Einen Artikel über die schmackhaften „wilden“ Kroketten, das Restaurant und die Idee dahinter findet ihr schon bald in diesem Blog. Hier vorab schon mal ein paar Fotos:

Amsterdam Wilde Kroketten

Vegetarische Kroketten? Geht sogar richtig gut bei Wilde Kroketten!

Amterdam Wilde Kroketten Küche Steven

Steven, der Gründer von Wilde Kroketten, weiht uns in die Geheimnisse des Fritierens ein.

Und noch eine Neuentdeckung: Meneer Nieges

Als wir auf dem Rückweg von Wilde Kroketten durch das abendliche Amsterdam radelten, entdeckten wir einen sehr schön beleuchteten „Biergarten“, den wir bislang noch gar nicht auf dem Schirm hatten: das Meneer Nieges. Im Schein von vermutlich tausend Glühbirnchen beschlossen wir den Abend bei einem Bier mit Blick über den Fluss IJ rüber zum EYE-Filmmuseum und dem A’DAM-Turm.

Amsterdam Meneer Nieges Schriftzug Stefanie

Meneer Nieges Amsterdam Nacht Biergarten

Das haben wir seit der letzten Bestandsaufnahme geschafft

Diese Zusammenfassung unserer letzten vier Tage klingt jetzt so, als hätten wir abwechselnd immer nur gegessen, getrunken und zwischendurch eben mal unser Auto geparkt. Um zu beweisen, dass wir hier täglich vor allem viele Stunden sitzen und an diesem Blog arbeiten, folgt eine kleine Übersicht dessen, was wir seit letztem Samstag alles auf die Beine gestellt haben:

  • Artikel inklusive actiongeladenem Video veröffentlicht über unseren Fahrradverleih Frédéric Rent a Bike
  • Artikel mit – diesesmal atmosphärisch dichtem – Video über unser Appartment im Hapimag Resort Amsterdam live gestellt
  • Artikel geschrieben über die Eisdiele Monte Pelmo und die von uns getesteten Eissorten
  • Artikel veröffentlicht über oben genanntes Café al Ponte und seine unverschämt leckeren Sandwiches
  • Artikel geschrieben über das NDSM Foodfestival
  • diesen Artikel hier live gestellt 🙂
  • Eine mobile Version für diesen Blog erstellt (seht ihr, wenn ihr Holland² einfach mal auf eurem Smartphone öffnet)
  • einen weiteren Artikel und zwei Landingpages vorbereitet, die vermutlich schon morgen live gestellt werden
  • 5 neue Blog-Kommentare eingeheimst (ihr wisst, ja gerne mehr)
  • 2 weitere Facebook-Likes eingesackt (ja, auch hiervon gerne mehr)
Bloggen Amsterdam Wand Aufgaben

Noch ganz schön viel vor: Unser Planning-Board für die nächsten Tage

Wie immer könnt ihr die Aktivitäten und Fortschritte unseres Amsterdam-Aufenthalts unter Sabbatical in Holland mitverfolgen. Und hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass wir uns SEHR über Kommentare freuen? Geht ganz easy über das Formular unten: Einfach wertschätzend-liebevollen Text reinschreiben, Namen dazu und abschicken.

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